Die Klimafreunde Bremen wollen ein Umdenken bei Energieverbrauch und CO2 Ausstoß bei Bürgern, Unternehmern, Politikern und in der Verwaltung auslösen. 28 Unternehmen und Institutionen sowie zahlreiche Bürger haben sich mit ihrer Unterschrift selbst verpflichtet, künftig noch mehr CO2 und Energie einzusparen – darunter auch DATAGROUP Bremen.
Die auf zwei Jahre angelegte Kampagne wird in Kooperation mit dem BUND Bremen, der Bremer Umweltberatung und dem ADFC durchgeführt. Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa unterstützt die Klimafreunde. Warum eine solche Kampagne nötig ist, erklärt Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur: „Jeder Bremer produziert durchschnittlich 10,6 Tonnen des schädlichen Klimagases CO2 im Laufe eines Jahres – etwa sechs mittelgroße Heißluftballons voll. Damit ist klar: Würden alle Menschen auf der Erde diese Menge verursachen, würde unser Klima-Konto schon bei einem Wert von über 2,5 Tonnen jährlich in den roten Bereich geraten.“
Torsten Langer, DATAGROUP Bremen, erläutert die Motivation für den Kampagnenbeitritt:
Warum sind wir Klimafreund geworden?
Der verantwortungsbewußte Umgang mit Ressourcen ist eine wichtige Aufgabe für alle gesellschaftlichen Akteure. So auch für Unternehmen. Als IT-Unternehmen können wir in unseren originären Geschäftsfeldern zum Klimaschutz beitragen:
Beispiel Data Center: Gerade in unserem BSI-zertifizierten Rechenzentrum haben wir in den vergangenen Jahren dauerhaft auf den effizienten Umgang mit Energie geachtet und Technologien verwendet, die diesen Gedanken nachhaltig stützen.
Beispiel Printing Services: Schonenderer Umgang mit Ressourcen, indem weniger Drucker und weniger Tonerkassetten produziert werden, umweltverträglicher Toner wird verwendet usw. Die von uns empfohlenen Drucker sind zudem mit dem „Blauen Engel“ des Umweltbundesamtes ausgezeichnet.
Beispiel Firmengebäude: So achten wir auch in unseren Firmengebäuden auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Unser Paradebeispiel ist der vor 15 Jahren erbaute Firmensitz unserer Zentrale in Pliezhausen bei Stuttgart, die bereits damals nach Grundsätzen der Nachhaltigkeit erbaut wurde (Stichwort Energiekonzept).
Außerdem freuen wir uns über Anregungen und Unterstützung durch die Klimafreunde.
Welche Maßnahmen haben wir bereits umgesetzt?
Im Data Center haben wir zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:
- eine Vielzahl der Server wurden virtualisiert, d.h. es werden weniger physische Server benötigt und dadurch auch weniger Energie sowie ein geringerer CO2-Ausstoß produziert
- durch eine intelligente Anordnung der Klimaanlagen (Warm- und Kaltgangkonzept) wird Energie schonend eingesetzt
- Anhebung der Raumtemperatur und deren Überwachung, wodurch weniger Kühlung und damit weniger Strom benötigt wird.
Wir bedrucken das Papier doppelseitig, verwenden ausschließlich effiziente Drucker und Kopierer und setzen nahezu flächendeckend TFT-Monitore ein, die einen geringeren Stromverbrauch als Röhren-Monitore haben. Unsere Mitarbeiter sind sparsam im Umgang mit Energie, wir lassen über Nacht keine unnötigen Geräte eingeschaltet, schalten das Licht vor dem Gehen aus, lüften stoßweise statt dauerhaft etc.
Wie lautet unser Klimaversprechen?
- Vorschlagswesen für Energieeinsparung einrichten
- Elektrischen Lastgang anfordern und auswerten
- Maßnahmenplan für die Umsetzung des Energiemanagements
- Alle Druckerzeugnisse mindestens auf FSC-Papier
- Externe Druckereien nur mit CO2-Zertifizierung beauftragen
- Austausch von Röhren-Monitoren durch TFT-Monitore zu 100%
- Austausch von Stand-PCs gegen energieeffiziente Geräte zu 100%
- Stoßlüften statt Dauerlüften
Während der kommenden 24 Monate werden sich die „Klimafreunde Bremen“ mit gezielten Informationen und Aktionen rund um das Thema Klimaschutz zu Wort melden. Weitere Informationen finden sich unter www.energiekonsens.de/klimafreunde.
Die Fotos zeigen den Kampagnenauftakt: In der Mitte der Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, Dr. Reinhard Loske. Daneben in orangefarbener Krawatte Torsten Langer, DATAGROUP Bremen. Das untere Bild zeigt Torsten Langer beim Unterzeichnen des Klimaversprechens.