Der Klinikverbund Südwest ist ein Zusammenschluss der Krankenhäuser Böblingen, Calw, Herrenberg, Leonberg, Nagold, Sindelfingen und der Reha-Klinik Böblingen. Gemeinsam mit dem Therapiezentrum im Klinikverbund Südwest, dem Medizinischen Gesundheitszentrum und der Service GmbH Schwarzwald zählt er zu den größten und leistungsfähigsten kommunalen Gesundheitseinrichtungen in Süddeutschland. An jedem der sechs Standorte ist ein Höchstmaß an medizinischer Qualität und Service garantiert.
Ausgangssituation
Der Klinikverbund Südwest setzt bereits seit Jahren aus strategischen Beweggründen auf Windows Client- und Servertechnologien. Die aktuellen Betriebssysteme stellen die Plattform für eine hohe Anzahl differenter und zugleich sensibler Anwendungen im medizinischen Umfeld dar.
Alexander Biffel, gesamtverantwortlich für die Verfügbarkeit der IT-Dienstleistungen der in diesem Verbund organisierten Krankenhäuser, verfolgt damit folgende Strategie: nur mit einer weitgehend homogenen Infrastruktur können sowohl Betriebs- als auch Personalkosten auch in Zukunft effizient ausgestaltet werden.
Was im Klinikverbund Südwest fehlte, war die Möglichkeit zur proaktiven Überwachung der zur Verfügung gestellten Applikationen und der dafür benötigten Computersysteme. Fehlfunktionen und systembedingte Leistungseinbrüche wurden viel zu oft in der IT-Abteilung erst durch die Meldung eines oder mehrerer Anwender bekannt. Was blieb, war die in vielen Unternehmen übliche reaktive Problemanalyse und Fehlerbehebung.
Eine auf die Erreichbarkeit der Computersysteme und Dienste reduzierte Überwachung reichte jedoch nicht mehr aus, um die Verfügbarkeit mit der gleichen Selbstverständlichkeit zu gewährleisten wie den Strom aus der Steckdose.
Projektziele
Eine serviceorientierte Überwachung der eingesetzten Applikationen und Netzwerkkomponenten sollte realisiert werden. Soweit möglich, sollte diese Überwachung dynamisch auf zeitpunktbezogene Veränderungen der Leistungsparameter reagieren. Dazu muss die eingesetzte Technologie in der Lage sein, die komplexen Zusammenhänge und Abhängigkeiten innerhalb und zwischen den verwendeten Applikationen zu kennen. Im Vordergrund steht nicht die Verfügbarkeit der Serversysteme, sondern die der darauf betriebenen Applikationen.
Darüberhinaus sollte das Rückgrat der IT-Ressourcenverwaltung, das Microsoft Active Directory, standortübergreifend überwacht werden und dessen Zuverlässigkeit damit gewährleistet sein. Die Möglichkeit zur Langzeitauswertung von Verfügbarkeit und Leistung dieser Basisfunktionalität stand ebenso im Vordergrund, wie das proaktive Monitoring der verwendeten Datenbank- und Kommunikationsserversysteme.
Projektbeschreibung
Bei der Einführung von System Center Operations Manager 2007 (SCOM 2007) steht für DATAGROUP die Vermittlung eines effizienten Betriebsmodells im Vordergrund. Deshalb beschränken sich die Consultants nicht auf die Installation und Inbetriebnahme eines der elementaren Bausteine aus der System Center Suite von Microsoft. Die Einführung von SCOM 2007 ist verbunden mit der Vermittlung und Etablierung des effizienten Umgangs mit dieser anspruchsvollen Ergänzung serviceorientierter IT-Abteilungen. Mit den sogenannten Management Packs ist die Überwachung von Server- und Clientapplikationen sowie der aktiven Netzwerkkomponenten auf Basis voreingestellter Erfahrungswerte out-of-the-box möglich.
Gemeinsam mit dem hoch motivierten Team der IT-Abteilung konnte in kürzester Zeit die Standardfunktionalität in Betrieb genommen werden. Im Rahmen des Projekts wurde darüberhinaus die Überwachung zeitkritischer Applikationen realisiert. Dadurch konnte die Verarbeitungszeit von Informationen auf ein Minimum reduziert werden. Neben der komplexen Basisfunktionalität von SCOM 2007 wurden weitere Zusatzfunktionen konfiguriert und in Betrieb genommen. Dazu zählen die Überwachung und Analyse unerwarteter Applikationsfehler (Application Exeption Monitoring, AEM) mittels SCOM 2007 sowie die sogenannten Überwachungssammeldienste.
Letztere sind ein hervorragendes Werkzeug zur Erfüllung der Anforderungen an eine ISO-Zertifizierung hinsichtlich der Dokumentation und Überwachung datenschutzrechtlich relevanter Prozesse wie z.B. die Veränderung von Gruppenzugehörigkeiten administrativer Benutzerkonten.