DATAGROUP veröffentlicht vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/2016

Kräftiges Umsatzplus von 11%
EBITDA springt um 25% auf 19,1 Mio. Euro
EBITDA-Marge mit 10,9% erstmals zweistellig

Pliezhausen, 16. November 2016. Die DATAGROUP AG (WKN A0JC8S) ist nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2015/2016 sehr stark gewachsen und hat ihr Ergebnis überproportional verbessert. Der Cloud- und Outsourcing-Dienstleister konnte insbesondere das hochmargige Servicegeschäft kräftig ausbauen. Die erfolgreiche Übernahme von 306 hochqualifizierten IT-Spezialisten war ein Meilenstein für die Unternehmensentwicklung. Sie bringt in Zukunft weiteres starkes Wachstum mit sich.

DATAGROUP erzielte im Geschäftsjahr 2015/2016 (01.10.2015-30.09.2016) ein zweistelliges Wachstum um 11%. Das Unternehmen steigerte seine Umsatzerlöse auf 174,9 Mio. Euro (Vj. 157,6 Mio. Euro) und erreichte damit den oberen Rand ihrer Prognose (Guidance 167-175 Mio. Euro). Im Dienstleistungsgeschäft, dessen Umsatzerlöse kräftig um 13% auf 135,9 Mio. Euro (Vj. 120,8 Mio. Euro) wuchsen, forcierte DATAGROUP massiv den Ausbau der margenstarken Cloud Services. Hier legten die Umsatzerlöse deutlich überproportional um 33% auf 76 Mio. Euro (Vj. 57 Mio. Euro) zu.

Gleichzeitig fuhr DATAGROUP ein Rekordergebnis ein. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sprang um 25% auf 19,1 Mio. Euro (Vj. 15,3 Mio. Euro) und erreichte damit ebenfalls den oberen Bereich der Guidance (15,5-20 Mio. Euro). Ohne die Sondereinflüsse aus der Umwandlung in eine europäische Aktiengesellschaft sowie akquisitionsbedingte Restrukturierungsaufwände bei der DATAGROUP Vega würde das EBITDA sogar 19,9 Mio. Euro betragen. Die EBITDA-Marge kletterte erstmals in den zweistelligen Bereich auf 10,9% (Vj. 9,7%). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs überproportional um 32% und erreichte mit 12,7 Mio. Euro (Vj. 9,6 Mio. Euro) ebenfalls einen neuen Höchststand. Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 7,2% nach 6,1% im Vorjahr.

Die Übernahme von 306 IT-Spezialisten der Hewlett-Packard Enterprise (HPE) trug durch einen negativen Kaufpreis zum Rekordergebnis bei. Außerdem konnte DATAGROUP ihr operatives Ergebnis im Jahresvergleich kräftig steigern. Nach Abzug von außerordentlichen Erträgen („Lucky Buy“) und Aufwendungen aus der HPE-Transaktion sowie weiteren Einmaleffekten legte das operative EBITDA im Jahresvergleich um über 15% zu.

Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg deutlich zweistellig um 16% auf 75 Cent (Vj. 65 Cent). Bereinigt um die vorgenannten Sondereinflüsse sowie die einmaligen außerordentlichen Steuer- und Zinsaufwendungen aus Q3 2015/2016 in Folge einer Betriebsprüfung beliefe sich das EPS auf 99 Cent (Guidance 66-100 Cent), das entspräche einem Zugewinn von 52% gegenüber dem Vorjahr.

Die HPE-Transaktion führte darüber hinaus zu einer Verlängerung der Bilanz, vor allem durch die Übernahme von Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 30 Mio. Euro. Mögliche Nachteile aus den hohen Pensionsverbindlichkeiten, die sich aus Zinssatzänderungen ergeben könnten, sind durch eine Vereinbarung mit HPE abgesichert. Eine bilanzverlängernde Wirkung hat außerdem die Begebung eines neuen Schuldscheindarlehens im April 2016, mit der sich DATAGROUP die derzeit günstigen Finanzierungskonditionen langfristig sichern konnte.

Die Bilanzsumme stieg deshalb zum 30.09.2016 auf 159,7 Mio. Euro (Vj. 103,3 Mio. Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich auf 28,4 Mio. Euro (Vj. 24,1 Mio. Euro, +18%). Die unter Berücksichtigung von Nachrangdarlehen ermittelte Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der überproportionalen Bilanzverlängerung von 25,2% auf 19,0%. Die den Schuldscheindarlehen unterliegenden Covenants zur Eigenkapitalquote waren vorab im Einvernehmen mit den Banken angepasst worden. Ausdruck der insgesamt sehr positiven finanziellen Entwicklung von DATAGROUP ist eine deutliche Verringerung der Nettofinanzverschuldung um 12,2% auf 24,7 Mio. Euro (Vj. 28,2 Mio. Euro) und der Anstieg der Nettoliquidität um rund das Zehnfache auf 24,4 Mio. Euro (Vj. 2,3 Mio. Euro).

„Das Geschäftsjahr 2015/2016 war in jeder Hinsicht herausragend“, kommentierte DATAGROUP CEO Max H.-H. Schaber. „Wir haben unsere bisherigen Höchstmarken bei Umsatz und Ergebnis signifikant übertroffen und wie in den Vorjahren unsere Guidance voll erfüllt. Diese hohe Planungstreue ist uns sehr wichtig. Mit dem HPE-Deal konnten wir zudem unsere Profitabilität und Wachstumschancen auch mittel- und langfristig erheblich verbessern. Bereits im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 werden wir die Umsatzmarke von 200 Millionen Euro überschreiten. Unserem Ziel, bis 2020 der führende Cloud- und Outsourcing-Dienstleister für mittelständische Unternehmen in Deutschland zu werden, sind wir dadurch einen großen Schritt näher gekommen. Mit den neuen Mitarbeitern haben wir unser technologisches Know-how und unsere Innovationskraft erheblich ausgebaut und die Wettbewerbsfähigkeit von DATAGROUP nachhaltig gestärkt.“

Unter den übernommenen Mitarbeitern sind mehr als 100 Spezialisten für SAP HANA, einer Technologieplattform, die für die digitale Transformation von Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist. Damit beschäftigt DATAGROUP nun eines der größten SAP HANA-Teams in der deutschen Providerlandschaft. Die Marktanalysten von Experton und West Trax haben DATAGROUP deshalb jüngst als „Rising Star“ der deutschen SAP-HANA-Anbieterlandschaft ausgezeichnet.

Mit der Vertriebsbilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres ist der Vorstand ebenfalls sehr zufrieden. DATAGROUP konnte mit 18 Neukunden langfristige Serviceverträge im Rahmen ihres Full-Service-Angebots CORBOX abschließen und bestehende Vertragsbeziehungen zu mehreren Bestandskunden wesentlich ausbauen. Der ungebrochene Trend zum Cloud Computing ist weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber.

„Mit CORBOX bieten wir unseren Kunden eine Cloud Enabling Platform, in die wir Cloud-Lösungen von Drittanbietern integrieren, sie durch zusätzliche Leistungen veredeln und mit unseren eigenen Cloud- und Outsourcing-Services kombinieren“, kommentierte Dirk Peters, COO der DATAGROUP AG. „Als einer von wenigen deutschen Partnern können wir Kunden zum Beispiel Cloud-Lösungen von Microsoft aus unseren eigenen, sehr sicheren deutschen Data Centern anbieten. Damit erfüllen wir die Anforderungen nach flexiblen, leistungsfähigen und zuverlässigen Cloud Services optimal. Was dabei für viele Kunden entscheidend ist: Als Full-Service-Dienstleister übernehmen wir im Gegensatz zu reinen Cloud-Providern auch die volle Betriebsverantwortung und gewährleisten, dass Daten und Anwendungen im benötigten Umfang gelingsicher zur Verfügung stehen.“

Zu den neuen CORBOX-Kunden zählt zum Beispiel ein Biotech-Unternehmen, das mit DATAGROUP jüngst einen Fünfjahresvertrag geschlossen hat. Das Unternehmen ist weltweit führend in einem spezifischen Bereich der DNA-Sequenzierung. Dabei fallen sehr große Datenmengen an, die zukünftig im DATAGROUP Data Center in Frankfurt gespeichert werden. Neben der hervorragenden technologischen Infrastruktur und der ISO-zertifizierten Prozessqualität und Datensicherheit überzeugte DATAGROUP ebenfalls durch die hohe Flexibilität des Ressourcenabrufs. Sie ermöglicht dem Kunden, auf Basis vollständig transparenter Kennzahlen die benötigten Ressourcen nach Bedarf abzurufen.

Testierte Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/2016 gibt DATAGROUP im Januar 2017 bekannt. Ausführliche Kennzahlenübersichten zu den vorläufigen Zahlen finden Sie ab sofort unter www.datagroup.de/investor-relations.

Kontakt

Claudia Erning
Investor Relations
T +49 7127 970-015
F +49 7127 970-033
claudia.erning@datagroup.de

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