Problemloser und störungsfreier Go-live nach Buchungskreis-Zusammenführung

Die Oetinger Aluminium GmbH ist ein führender Anbieter von Flüssigaluminium in Europa. Als Schlüssellieferant in der Automobil- und Fahrzeugbauindustrie hat sich das Unternehmen als elementarer Bestandteil der Wertschöpfungskette seiner Kunden etabliert. Verbaut in anspruchsvollen Einsatzgebieten, unter anderem in Elektromotoren, ist das Aluminium des Global Players in fast allen Fahrzeugen zu finden. Oetinger produziert an den Standorten Weißenhorn und Neu-Ulm mit 300 Mitarbeiter*innen rund 180.000 t Gusslegierungen. Durch ihr vorrangiges Unternehmensprojekt „… because we care“ wurde eine ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt, um bis 2040 an allen Standorten Klimaneutralität zu erreichen. Nachhaltigkeit stellt das international agierende Unternehmen in den Mittelpunkt seiner Werte. Das Unternehmen setzte mit DATAGROUP am Standort Ulm einen Buchungskreis-Merge um, der zwei Buchungskreise mit dem Asset Deal auf einen Zielbuchungskreis zusammenschloss.

Zielsetzung bei dem Projekt war es, Oetinger bei der Vorbereitung des Systems hinsichtlich Customizing und Datenübernahme für den Buchungskreis-Merge in SAP zu unterstützen. Innerhalb eines Mandanten können mehrere Buchungskreise zusammengeführt werden. Die Objekte aller beteiligten SAP-Applikationen werden konsistent umgestellt. Der Belegfluss bleibt erhalten und die Fortsetzung aller laufenden Prozesse ist sichergestellt. Die eingesetzten Module FI, CO, SD, MM und PP müssen dabei perfekt ineinander übergreifen. In allen Modulen wurde Oetinger bei der Vorbereitung des Systems unterstützt, sodass auf den Kunden angepasste Einstellungen und individuelle Anpassungen vorgenommen werden konnten. Dies erfolgte stets unter der Vorgabe »Prozessüberführung vor Prozessänderung« in enger Zusammenarbeit mit Oetinger. Ein wichtiger Aspekt in Merge-Projekten sind auch immer die rechtlichen Vorgaben und diese konkret zu berücksichtigen. Dies ist vor allem im FI und MM bei der Anlage und Bestandsübernahme der Fall.

Für die Umsetzung war eine detaillierte Betrachtung der Prozesse notwendig, da im Zusammenhang mit einer Buchungskreis-Zusammenführung weitere Anpassungen nötig werden können. Hierzu zählen Strukturen (z. B. Kostenrechnungskreise), Stammdaten-Einstellungen (Customizing von Hauptbuch-, Lieferanten- oder Kundenkonten), zugehörige Kontenpläne und bestehende Nummernkreise. Gemeinsam und Hand in Hand wurde ein Migrationsplan erstellt, welcher die notwendige Reihenfolge und Zeitschiene mitberücksichtigte. Die Umsetzung erfolgte zunächst auf einem Sandbox-System, in welchem auch die erste Testmigration erfolgte. Für die Übernahme in das Produktivsystem wurden die Transporte in das Entwicklungssystem überführt und manuelle Einstellungen durchgeführt. Anschließend erfolgte die Verteilung in das Qualitätssystem. Hier wurde ebenfalls nochmals eine Testmigration durchgeführt. Der Go- Live erfolgte wie geplant.

Die größte Herausforderung des Projektes bestand weder in der Fachlichkeit noch in der konstruktiven Kommunikation, sondern war vielmehr die Projektumsetzung während der Corona-Pandemie. Das gesamte Projekt musste remote durchgeführt werden. Aber aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit und Flexibilität auf beiden Seiten konnten diese Herausforderungen sehr gut gemeistert und das Projekt sogar mit weniger Aufwand als geplant und im Zeitplan umgesetzt werden.

Ulrich Freiherr von Waechter
Chief Sales and Marketing Officer
T +49 731 93542 806
Ulrich.vonWaechter@datagroup.de

„Die Zusammenarbeit mit der DATAGROUP im Projekt war sehr gut und partnerschaftlich, beinahe kollegial. Die Berater von DATAGROUP haben uns im Projektverlauf sehr gut beraten und unterstützt. Anhand des gemeinsam definierten Projektplans haben alle Beteiligten zu jeder Zeit gewusst, wer macht wann was. Es hat reibungslos, wie ein Uhrwerk funktioniert – und das trotz der großen Herausforderung aufgrund der pandemischen Notlage. Das sehr gute Fachwissen und die schnelle Einarbeitung in die Oetinger-Prozesswelt waren ein wichtiger Treiber des Projekts.“

Mathias Baier, Leiter IT, Oetinger

Über Oetinger

Oetinger steht seit seiner Gründung 1946 von Karl und Walter Oetinger am Standort Weißenhorn und von Karl Konzelmann am Standort Neu-Ulm für Premiumqualität im Sekundäraluminiummarkt. Oetinger ist spezialisiert auf die Produktion von Recyclingaluminium. Der leichte Werkstoff Aluminium ist ein Musterbeispiel für einen geschlossenen Kreislauf und Recyclingcontent. Das Metall kann effizient (energiesparend) und ohne Qualitätsverlust immer wieder verwertet werden. Begonnen in einer selbst errichteten Schmelzhalle aus Kriegstrümmern mit der Schmelzung alter Flugzeugteile der Vorkriegszeit, die als Rohmaterial dienten, entwickelte sich Oetinger über die Jahre zu einem international agierenden Unternehmen. Seit mehr als drei Generationen ist Oetinger Top-Lieferant von Flüssigaluminium. Die Basis für die Qualität der Produkte und Prozesse ist ein durchgängiges Qualitätsmanagement vom Vorstoff bis zur fertigen Legierung. Doch will das Unternehmen der nächsten Generation weit mehr als Tradition und Produktperfektion weitergeben. In den nächsten Jahrzehnten will man die Art und Weise, wie Aluminium hergestellt wird, ändern, um klimaneutrale Produkte zu liefern, die höchsten sozialen Standards entsprechen und in vollem Umfang geschäftlich integer sind. Oetinger eine anspruchsvolle Reise vor sich, ist aber entschlossen, eine solche Herausforderung zu unser aller Nutzen zu bewältigen.

www.oetinger.net